Lichtpunktschießen

Jugendtraining  (Lichtpunktschießen)

Auf unserem Schießstand werden die Kinder unter geschulter Aufsicht spielerisch und sportlich auf das Sportschießen vorbereitet.

Während der Trainingseinheiten wird den Kindern der richtige und sichere Umgang mit den einzelnen Sportgeräten vermittelt. Weiterhin lernen sie Regeln zu akzeptiern, diese zu befolgen und sich zu konzentrieren. Auch die Team-Fähigkeit kann dabei erlernt werden.

Der Schießsport fördert:

  • die Konzentration
  • Körpergefühl und Koordinationsfähigkeit
  • Schulung der Feinkoordination von Bauch-, Rücken-, Schulter-, Arm- und Beinmuskulatur
  • die Ausdauer bzw. das Durchhaltevermögen
  • die Team-Fähigkeit

Lichtpunktschießen

Das Lichtpunktschießen wird ohne Munition betrieben. Daher ist es für Kinder völlig ungefährlich.

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Die Auswertung erfolgt am Computer.

Mit der Auswertungssoftware können die einzelnen Schüsse genau analysiert werden. So können z.B. die horizontalen und vertikalen Bewegungen während des Schießens, Fehler beim Zielen, bei der Schussabgabe und beim Nachhalten ausgewertet werden. Ausserdem können die Ergebnisse abgespeichert werden. Der Schütze kann so jederzeit die Daten von vorherigen Trainingseinheiten abrufen und somit feststellen , ob er sich verbessert hat.

Ein Lichtpunktgewehr (LPG) oder eine Lichtpunktpistole (LPP) ist eine Zieleinrichtung mit der äußeren Form eines Gewehres bzw. einer Pistole. Sie verschießen keine Munition sondern haben einen Lichtstrahl, der das Ziel anvisiert und trifft. Da ein Lichtpunktgerät keine Munition verschießt, ist es nicht den Schusswaffen zuzurechnen und kann somit von allen Altersstufen benutzt werden. Diese Art von Trainingseinrichtung dürfen auch Teilnehmer unter 12 Jahren benutzen.

Es gibt zwei Arten von LPGs oder LPPs.

Die eine Art ist komplett als Lichtpunktgewehr oder Lichtpunktpistole konstruiert. Also alle Baugruppen wurden in eine waffenähnliche Konstruktion verbaut und farblich gekennzeichnet.

Die andere Art ist, dass die Lichtpunktbaugruppen an eine Schusswaffe z.B. Druckluftwaffe angebaut werden. Hier ist die Druckluftwaffe ein Träger der Baugruppen LPG und ist keine Schusswaffe im Sinne des Waffenrechts, da weder kalte Gase oder Munition damit verschossen werden.

Der Anschein einer Schusswaffe ist hier auch nicht erfüllt, da die LPGs oder LPPs auf zugelassenen Schießständen oder auf genehmigten Veranstaltungen benutzt werden.

Also nicht in der Öffentlichkeit, sondern in abgesperrten und genehmigten Orten. Hier sind alle Sicherheitsmaßnahmen bei weiten berücksichtigt.

Um allen Ärger aus dem Wege zu gehen, empfiehlt der NSSV, die Lichtpunktgeräte mit einem roten Signalband – sichtbar – zu Kennzeichen.

Die Schussabgabe ist ein simuliertes, elektronisches Schießen mit einem Lichtstrahl der Laserklasse 1, der auf einen Monitor (computergestütztes System) angezeigt wird.

Laserklasse 1 ist ein Laser (< 25 W) mit sehr geringer Leistung, die eine Wellenlänge im sichtbaren Lichtbereich (meistens ein „Roter Punkt“) haben und deren Strahlungsleistung die angegebene Grenze nicht übersteigt. Diese Laser sind bei sachgemäßem Betrieb als sehr sicher anzusehen. In vielen Haushalten haben wir die Laserklasse 1, z.B. Fernbedienungen für Garagentore oder Gartentore und für High-Tech-Komponenten wie z.B. CD-Player. Ein Laserpointer hat manchmal eine größere Laserklasse (2-3b). Manche LPGs und LPPs sind „Bautechnisch“ nur mit Infrarotgeräten ausgestattet, also unter oder gleichgestellt der Laserklasse 1, sind aber nicht so gut im Leistungsergebnis (Treffer).

Das Ziel wird schon beim Visieren mit einem roten Punkt angezeigt. Aber es gibt auch Geräte, die einen glasklaren Lichtpunkt haben. Die Zielgeräte geben bei einem Treffer ein Licht- und Tonsignal von sich. Die übliche Zielentfernung für diese Geräte liegt zwischen fünf und zehn Meter. Ausgestattet mit den für übliche Wettkampfwaffen verwendeten Visierungen, kann völlig ungefährlich, das Sportschießen trainiert werden.

Die Lichtpunktgeräte werden überwiegend für das sportliche Training im Schießsport eingesetzt und sind auch für Kinder unter 12 Jahren speziell konstruiert worden. So liegt das Gewicht der Geräte meist bei zwei Kilogramm. Bei einem Träger (Druckluftgewehr) kann die LPGs bis zu 4,5 Kilogramm wiegen.

Bei dem Lichtpunktschießen sind auch die verantwortliche Aufsichten sowie ein Jugendbasislizenzierter anwesend. Es ist auch ratsam, die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten einzuholen. Somit vermeidet man eventuelle Konflikte mit den Sorgeberechtigten und Ordnungsbehörden.

Quelle:
nssv

Niedersächsischer Sportschützenverband e.V.
Referent Waffenrecht u. Waffensachkunde des NSSV, Dietmar Piklaps